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Hat dir der Gottesdienst geschmeckt? – Gemeinde ist Familie, nicht Restaurant

Heute ein kleiner, herausfordernder Artikel über Zufriedenheit nach einem Gottesdienst.

Die Bibel gebraucht oft das Bild von „Essen“ wenn es um Nahrung für unser inneres Leben geht. Und ein bisschen weiter gesponnen könnte man ja dann sagen: Der Gottesdienst ist das Restaurant am Sonntag!

Mit diesem Vergleich sollte man aber vorsichtig sein!

Der Beitrag ist von letztem Jahr, aber ich ertappe mich selbst immer wieder dabei. Nach dem Gottesdienst sitzt man am Mittagstisch (oder Abendessen) und beurteilt den Gottesdienst – von der Krawattenfarbe des Predigers bis zur Art und Weise wie der Moderator „Amen“ sagt…

Entdeckst du dich auch dabei?

Im Restaurant bin ich der König

Meine Haltung im Resaturant

  • Wenn ich in ein Restaurant gehe, dann ist meine erste Frage nicht: was gibt’s zu essen?
    Sondern: gefällt mir die Atmosphäre? Haben die gute Musik? Sind hier Leute in meinem Alter?
  • Die nächste Frage ist: ist der Service gut? Komme ich auch bald dran? Geht alles auch schön schnell hier? Ich will im Mittelpunkt stehen.
  • Nächste Frage: ist das hier nach meinem Geschmack? Was haben die hier zu bieten? Wie groß ist die Auswahl?
    Bekomm ich noch nen Sonderwunsch, a la „Pizza nur 15, aber ohne Zwiebeln und Oliven, dafür aber bitte mit Kaviar zum gleichen Preis“? Ist das alles auch schön günstig? Hier erwartet doch hoffentlich niemand, dass ich noch so viel Trinkgeld gebe. Nicht mehr, als sein muss…
  • Dann kommt das Essen. Und ganz ehrlich: ich hab nicht viel Ahnung von Kochen. Ich krieg einige Sachen ordentlich hin – Aufläufe, mal ein Steak usw. Aber wenn ich im Restaurant das Essen bekommt, spiel ich mich innerlich oft als Gourmet-Tester auf. Ich überprüfe die Qualität das Fleisches, werde kritisch feinschmeckerisch bei der Salatsauce und überprüfe die Pommes auf Bissfestigkeit und Fettgehalt.Ich bin der Kunde, ich bin der König!
    Zum Wohl, aber zu meinem Wohl!
  • Am Ende des Abends ist die Frage nicht, ob ich satt bin. Es ist nicht die Frage, ob mein Körper genug gesunde Nahrungsstoffe hat.
    Sondern, ob das Restaurant mich auch wirklich glücklich gemacht hat. Ich hab schließlich meinen Preis bezahlt.
    Die können ja froh sein, dass ich zu ihnen gekommen bin. Und froh sein, dass ich „Gourmet-Feinschmecker“ ihnen nicht den Teller über den Kopf gezogen hab, weil ich eine Gräte im Seelachs-FILET(!!!!) gefunden hab!

Restaurant-Allüren in der Gemeinde?

Ist es nicht manchmal so, dass wir das in der Gemeinde so leben? Es geht nicht darum, satt zu werden. Sondern die Frage ist:

  • Gefällt mir die Musik und Atmosphäre?
  • Werde ich auch gesehen und besonders begrüßt?
  • Ist der Gottesdienst auch kurz genug, dass ich danach auch noch ins Fitnessstudio gehen kann?
  • Ist das hier nach meinem Geschmack mit großer Auswahl? Werden meine Sonderwünsche in Gottesdienstgestaltung auch ohne Zögern befolgt?
  • Ist das, was mir Geboten wird auch wirklich meine Spende wert? Feinste Küche, auserlesene Qualität?
  • Auch in der Gemeinde benehmen wir uns manchmal wie Gourmetküche und beäugen die Liedauswahl, die Länge der Moderation oder den Stil der Predigt wie kleine Gemeinde-Kritiker, die mit nichts weniger als Fünf-Sterne-Gottesdienst zufrieden sind.
  • Und am Ende des Sonntags ist nicht die Frage: hat Gott mich durch sein Wort heute geistlich versorgt? Habe ich andere ermutigen können? Hab ich mit jemandem für die nächste Woche gebetet?

Kann es sein, dass du dich entdeckst? Ich hab mich total dabei ertappt. Sowohl im Restaurant, als auch in der Gemeinde.

Glaubt mir, ich bin ziemlich ehrgeizig darin, dass wir eine gute Gemeinde sind, wo Menschen sich wohl fühlen, wahrgenommen werden und richtig gute Gottesdienste erleben. (Dabei ist die Frage noch, für wessen Ehre ich geizig bin.)

Es geht nicht darum, hier alle möglichen Fehler und weniger optimale Gottesdienste zu entschuldigen. Aber was ist mit unserer Erwartung? Kommen wir hierher um von Gott versorgt zu werden oder kommen wir her, weil wir hier Service erwarten und ihn dann mit fachmännisch-kritischer Art zu beurteilen?

Gemeinde ist Familien-Mittags-Tisch

Ich hab eine alte Botschaft für uns heute Morgen:

Gemeinde ist kein Restaurant. Gemeinde ist Familie. Eine große Familie.

Es gibt auch Familien, in denen Kinder bestellen dürfen – das mögen sie nicht, das essen sie nicht… und so kocht Mama drei Menüs pro Mittagessen, weil sonst jemand meckert. Nagelt mich in 10 Jahren drauf fest, aber: wenn Kinder nicht lernen, einen Salat zu essen auch wenn es nicht die Lieblingsspeise ist, dann haben wir in 20 Jahren eine Kotzbrocken-Gesellschaft: „Das passt mir nicht, da mach ich nicht mehr mit…“

Ein Essen in der Familie bedeutet (hoffentlich), dass man gemeinsam den Tisch deckt und gemeinsam die Atmosphäre gestaltet.

Es bedeutet, dass man lernt, nicht maulend und heulend am Tisch zu sitzen und mit Salat um sich zu werfen.

Es bedeutet, dass man nicht jedes Mal die Lieblingsspeise bekommt, weil jedem aus der Familie halt was anderes besonders schmeckt.

Es bedeutet, dass wir nicht einfach den Gottesdienst aus der Distanz bemeckern können, ohne dabei uns selbst anzumeckern – weil wir TEIL dieser Familie sind. (So wie meine Mutter treffend sagt: „Das ist ein schlechter Vogel, der sein eigenes Nest bekackt!“)

Wie siehst du deine Gemeinde? Möchtest du von Menschen bedient oder von Gott versorgt werden? Möchtest du dein Menü auswählen können oder in großer Gemeinschaft miteinander essen?

Deine und meine Haltung am Familien-Mittagstisch

Ich frage dich und mich: mit welcher Haltung kritisieren wir?

So wie jemand, der in innerer Distanz zu allen andern in einem Restaurant hockt und der am Ende des Abends sagen will: ICH bin zufrieden? Oder kritisiere ich, weil ich mit meiner geliebten Familie am Mittagstisch sitze und denke: An die Suppe könnte noch ein bisschen Salz!

Wer im Restaurant unzufrieden ist, steht auf, geht weg und sagt: dann komm ich halt nicht mehr.
Aber wer in der Familie unzufrieden ist, steht auch auf – aber nicht um wegzugehen, sondern um das Salz aus dem Schrank zu holen und fragt: „möchte noch jemand Salz?“

Wem der Chefkoch im Restaurant nicht passt, kann ihn kritisieren und über ihn schimpfen.
Aber wem das Familienessen nicht passt, der kann kritisieren und mit anpacken.

Es ist gerade Sinn und Zweck des Gottesdienstes, dass Jesus, seine Worte und seine Gnade neu Raum in unserem Denken und Leben einnimmt:

Euren Herzen wünschen wir den Frieden, der von Christus kommt. Denn als Glieder des einen Leibes seid ihr alle berufen, im Frieden miteinander zu leben. Und seid immer dankbar!
Gebt den Worten von Christus viel Raum in euren Herzen. Gebraucht seine Worte weise, um einander zu lehren und zu ermahnen. Singt Gott aus ganzem Herzen Psalmen, Lobgesänge und geistliche Lieder.

Kol 3,15-16

Vielleicht ist es gerade nach ein einem „schlechten“ Gottesdienst die Herausforderung an dich: Erinnere dich daran, dass du durch Gnade Teil dieser Familie bist. Dann kommt auch wieder Frieden „von Christus“ in unser Herz und unsere Gemeinschaft. Auch wenn der Gottesdienst nicht ganz nach meinem Geschmack war.

By | 2017-05-19T12:08:12+00:00 So, 13. Dezember 2015|Medium (5-10 min), Weiterkommen|1 Comment

One Comment

  1. Doris Kirn 24. Dezember 2015 at 22:36 - Reply

    Hallo Simon,

    es ist umwerfend wie du mit deinem Restaurantvergleich den Gemeindeblickwinkel vergleichst. Ich bin sicher nicht frei davon, aber ich merke: Ich bin Gemeinde, und es tut mir persönlich weh, wenn ich `meine ´ Gemeinde unter so einem Vorzeichen beäugt sehe….. Für mich ist Gemeinde Familie, die ich lieb habe, für die ich sorge und über die ich mich freue!

    Doris

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